Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 


http://myblog.de/richard2

Gratis bloggen bei
myblog.de





Gedanken eines Geisteskranken

Tarantel, Schwarze Witwe, Gotteanbeterin. Ihr seit der gedeckte Tisch auf leeren Weiten. Beflügelt und zerstörerisch hebt ihr das Mensch sein auf, ersetzt die Wirklichkeit mit frohem Glauben.

                           Wut

 Angst                           Verzweiflung 

Trennung (Denken, Fühlen)

 abheben        Schmerz        Bitternis

 aufbäumen      Angst            Trauer

Kraftlosigkeit der         Erschöpfung

         Gedanken          wird bewußt 

       

             

16.2.08 14:47


Das Grauen ist so groß, dass sich dem Bewußtsein die Vorstellung davon entzieht. Inhalte verschwinden. Gedanken reißen ab. In allem nur Teile, weil immer etwas ausgeblendet ist. Es zerreißt dich innerlich, weil du immer anders handeln mußt, als du fühlst. Die Auswirkung der Angst bleibt immer gleich. Entweder lebst du in einer Illusion oder du schaust ins Grauen. Ohnmächtig gegen die Gewalt bricht das Empfinden in sich zusammen. Es fehlt die Kraft. Das Verbrechen erlebst du immer neu in allem. Wehrlos ausgeliefert, aussichtslos, schwach, gefangen. So groß ist die Angst daraus, dass ich den Arm nicht mehr heben kann, zu schwach um zu sprechen. Nur die Auswirkung spürst du. Das Gefühl dahinter kennst du nicht. Es lässt sich nicht benennen. Wenn die Angst immer alles ausfüllt wie ein weißes Blatt das Blickfeld worauf du schaust, dann kannst du keine Größe erkennen. Erst wenn ein Punkt im Feld erscheint ergibt sich zum Umriss ein Verhältnis, eine Größe. Im höchsten Ausmaß entspricht die Angst körperlichen Symptomen, wenn du dich dem Geschehen aussetzt, dich dem Verbrechen näherst. Der Magen ist wie ein Geschwür entzunden. Die Muskeln schieben sich zum Knoten verkrampft rauf und runter. Sie hinterlassen einem KZ- Häftling gleich ein Loch im Bauch. Du wirst wie ein Stück Teig durchgewalgt. Es räumt dich aus. Aus Übelkeit musst du dich übergeben. Zu schwach, in der Lacke aus erbrochenem, um aufzustehen. Wie in Fieber geschüttelt, ein Grippeanfall. Schüttelkrampfkoma. Eine Faust dick im Hinterkopf. Teils bewußt, teils Bewußtlos. Taubheit in den Händen. Arme und Beine aus Angst eingefrohren wie nach dem Schie fahren am Heitzkörper aufgetaut. Schwummrigkeit, Kopfweh, niedergeschlagen, Druck auf den Augen, Müdigkeit, Schwäche, Grippe. Alles zusammen. Alles gleichzeitig sich summierend wie 1+1=2+1=3+1=...usw.     Annäherung an das erste Verbrechen alles ein Jahr lang plus heulen. Panikattacken. Aus dem unmittelbaren Geschehen ergibt sich ein Baum aus  unzugänglichen Erinnerungen - Bilder, Laute, Geschmack, Geruch. Er beginnt mit der ersten Mißhandlung vom 2-ten auf das 3-te Lebensjahr und setzt sich über weitere Mißhandlungen im weiteren Leben fort.                       Ich hatte Angst, weil geschumpfen wurde. Es war Nacht. Von außen griff die Nacht ins Zimmer. Lichter blendeten mich. Immer geschah etwas, was sich dem Blick entzog. Dann war es wieder in den Schatten. Im Hintergrund wurde etwas gebraten. Etwas weißes, wie Engerlinge platzte auf, wie Regen auf das Fenster. Furchbar lautes Schimpfen, Schreie laut als würden Granaten einschlagen. Aus Angst machte ich in die Windel. Süßlich stechender Geruch wie Mohn. Sie hat die Windel runter gerissen. Schimpfte, strich mir die Scheiße in den Mund. Sie hat nicht aufgehört mich zu rütteln. 3 Schläge auf den Hinterkopf wurde mir schwarz vor den Augen. Beim 3-ten Schlag Bewußtlosigkeit. Vom 4-ten Schlag bewußtlos auf Zeit. Von den Schmerzen Übelkeit. Ich musste kotzen. Die Kotze musste ich essen. 

24.2.08 21:01


Mit 4 Jahren habe ich einen Kreis um mich gezogen. Die Bäuerin kannte sich auf die Religion bezogen nicht ganz aus. Sie fragte den Pfarrer. Ich bin eine Hexe. Damit ihrs alle wisst, ziehe ich einen Kreis um mich. Ich bin drausen. Ich bin drinnen. Aus.
25.2.08 17:11





Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung